Konzert der Lehrer der Musikschule Steinheim am Albuch

Die Musikschule bietet Schülern ein breites Angebot, um selbst aktiv zu werden. Schnell wird vergessen, dass auch die Lehrer der Musikschule über ihre Unterrichtstätigkeit hinaus, erfolgreiche ausführende Musiker sind! Das wurde beim Lehrerkonzert am vergangenen Sonntag im Dieter-Eisele Saal hörbar: Als Soloauftritt, Duo, Trio und ausgewachsenes Ensemble zeigten Musikpädagogen, dass sie sowohl klassische Kammermusik, als auch Musik der Moderne oder Jazz im Repertoire haben und dies auf beeindruckende Weise präsentieren können.

 

Den Anfang machte Carolina Hernández mit Syrings von Claude Debussy für Flöte solo. Auf sehr gekonnte und zugleich anmutige Weise interpretierte sie dieses hochanspruchsvolle Werk, welches die Zuschauer gleich zu Beginn des Konzerts gebannt aufhorchen ließ.

 

 

Mit Kristin Geisler am Klavier, Ina Krauß-Pfleghaar am Violoncello und Hans-Peter Blank mit der Klarinette hatten sich drei Künstler zu einem Trio zusammen gefunden, die auf meisterhafte Weise das Trio B-Dur von L. v. Beethoven interpretierten. Dieses Stück, das auch unter der Bezeichnung „Gassenhauertrio“ bekannt ist, erforderte von den Musikern höchste Präzision im Zusammenspiel und Interpretationsfreude, um dem „gassenhauerischen“ Duktus dieses Stückes gerecht zu werden. Der danach lang anhaltende Beifall des Publikums war der Beweis dafür, dass Ihnen dies voll und ganz gelungen war.

 

Auch die Sängerinnen des Vokal-Ensembles der Musikschule, unter der Leitung von Ursula Mayr, waren beim Konzert beteiligt. Drei Lieder aus der Liedersammlung „Klänge aus Mähren“ von A. Dvorak trugen die Sängerinnen des Ensembles zum musikalischen Reigen bei und sorgten mit ihren stimmlich hell und klar vorgetragenen Liedern für einen willkommenen vokalen Kontrast zu den überwiegend instrumentalen Beiträgen.

 

 

Carolina Hernández ließ nun mit Ihrer Flöte im nächsten Stück „Danse de la chèvre“ im wahrsten Sinne die Ziegen tanzen. Genau dies hatte sich der Komponist Arthur Honegger mit seinem eigens für die Tänzerin Lysana komponierten Stück vorgenommen. Bei der überaus gekonnten Wiedergabe des Ziegentanzes konnte man geradezu die Bocksprünge vor dem inneren Auge erkennen.

Das Lehrer- und Musikerduo Thilo Schimmele (Gitarre) und Eberhard Budziat (Posaune) präsentierten mit dem „Telefon Sechser“ und „Funky O“ zwei eigene Stücke. Sehr gut aufeinander abgestimmt und perfekt im Zusammenspiel spielten die beiden locker und zugleich meisterhaft ihre jazzigen Kompositionen. Man konnte erkennen wie gut die zwei Könner auf Ihren Instrumenten miteinander musikalisch harmonierten und sich die Ideen wie Bälle gegenseitig zuwarfen. Ein gelungener Kontrast im Programm des Konzerts. Diesen bildete in jedem Fall auch das letzte Werk des Abends.

Ein besonderer Höhepunkt für die Zuhörer war die Eigenkomposition „Emocion Humana Profunda 2“, einem weiteren Stück aus der Feder von Eberhard Budziat.

 

Zu diesem musikalischen Abschluss versammelten sich nochmals alle beteiligten Musiker, nebst Musikschulleiter Günter Flumm (Trompete) und Annette Elsenhans (Lesung), gemeinsam auf der Bühne. Mit dieser modernen spannenden Eigenkomposition endete unter dem verdienten Applaus des Publikums ein erfolgreiches Konzert der beteiligten Lehrer, das geradezu nach einer Wiederholung ruft.

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