Musikschule machte aus dem Dieter-Eisele-Saal ein „Café de Paris“ – bei einem außergewöhnlichen Konzertabend genossen Freunde der französischen Musik einen besonderen Moment französischer Lebensart.

Klein Paris in der Musikschule Steinheim: Das Akkordeon-Ensemble und Solisten der Musikschule, um den musikalischen Leiter Günter Flumm, nahmen die überaus zahlreich erschienenen Gäste in der Musikschule mit auf eine beschwingte musikalische Reise in die Seine-Metropole.

„Durch die Straßen von Paris“ so lautete das Motto des Abends. Mit „Sous le ciel de Paris” begrüßte das Ensemble die Gäste. Schon nach nur wenigen Takten war die Atmosphäre im Saal eine andere. Mit diesem Klassiker französischer Musette-Musik fühlte man sich sogleich zurückversetzt in das Paris der 20-er bis 50-er Jahre, die zugleich als Blütezeit der Musette-Musik gelten können. 

Es folgten mit Titeln wie “C`est si bon”, “Chanson d`amour”, “An der Seine in Paris” und dem allseits bekannten “Pigalle” virtuos gespielte Musette-Musik und gefühlvolle romantisch- nostalgische Chansons im Wechsel. Im Café de Paris herrschte die Lebensfreude, die Herzen des Publikums wurden berührt.

Und was da an diesem Abend im Steinheimer “Café de Paris” musikalisch dargeboten wurde war schon “à la bonne heure”. Chapeau! – möchte man da sagen.

Sehr dynamisch, vital und auch virtuos nahmen es da die Instrumentalisten und Solisten des Akkordeon-Ensembles um ihren Leiter Günter Flumm, die sich intensiv auf diesen Abend vorbereitet hatten.

Aber was wäre Paris und französische Musik ohne Chansons – unvorstellbar. Und so wurde ebenso gefühlvoll und mit viel Herzblut gesungen.

Mit Leonie Wiedmann und Kristin Geisler waren an diesem Abend zwei Sängerinnen zu hören, die jede auf ihre ganz besondere Weise den dargebotenen Gesangsstücken, die von Liebe, Schmerz und Kraft handelten, eine ganz besondere Note verliehen. Mit „Autumn Leaves”, “La Mer” und “La vie en Rose” von Edith Piaf präsentierte Leonie Widmann drei unvergängliche Chansons und Songs. „I love paris” von Cole Porter – „Ganz Paris träumt von der Liebe“ hieß es dann in der Version von Catharina Valente, die in den 1950-er Jahren damit sehr erfolgreich war, “Milord” und “No, je ne regrette rien” von Edith Piaf, lies Kristin Geisler aufleben. Verdienter und stürmischer Applaus des Publikums begleitete beide Sängerinnen von der Bühne.

Mit eigens für den Abend und die Gesangsstücke kreierten Arrangements wurden die Sängerinnen von Thilo Schimmele (Gitarre), Brigitte Bruckner (Cello), Dagmar Kühner (Saxophon), Kurt Maurer (Akkordeon), Alfred Ruth (Percussion) und Günter Flumm an der Trompete musikalisch begleitet.  

Frau Helga Schuster moderierte charmant durch diesen Abend und führte zugleich informativ in die Musikstücke ein. Durch die begleitende und gelungene Saal- und Bühnendekoration – ein wunderschöner Oldtimer französischer Bauart vor der Musikschule, ein bis unters Dach reichender gemalter Eifelturm und dargebotene süße Verführungen, in Form von delikaten Macarons aus Steinheimer Produktion und weiteren besonderen Details, wurden die Besucher auch visuell und geschmacklich auf Frankreich eingestimmt.

So entstand durch die Musik und durch die liebevolle und besondere Gestaltung im Saal eine ganz besondere Stimmung. Mit den vorgetragenen Musette-Stücken, Filmmusiken und Originalwerken im typischen Genre französischer Musik vom Akkordeon-Ensemble und den  Chansons der beiden Sängerinnen, gelang es allen Akteuren einen überaus stimmungsvollen Abend zu schaffen. Zum Ende des Abends bedankte sich Musikschulleiter Günter Flumm bei den Mitwirkenden für deren überaus ideenreiche Unterstützung und großartige Darbietungen. Der Walzer „Sous le ciel de Paris“ rundete einen gelungenen Abend der schönen Melodien ab.  

Ein außergewöhnliches Konzert wie ein Spaziergang an der Seine mit Blick auf den Montmartre am Abend – den Gästen und Akteuren war es ein Vergnügen.

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