Heiter nimm das Leben – ernst die Kunst

Unter dem Motto Friedrich Schillers: „Heiter nimm das Leben-ernst die Kunst“, fand vom 30. Mai bis 1. Juni 2019 der 23. bundesweite Carl Schroeder Wettbewerb in Sondershausen statt. Die 120 Instrumentalisten und Sänger reisten aus 14 Bundesländern in die Musikstadt Sondershausen an, um in einem fairen Wettstreit die besten aus ihrer Altersstufe zu finden.

Auch die Musikschule Steinheim ist schon das 8. Jahr in Folge beim Wettbewerb vertreten. Die Juroren, welche aus Thüringen, Berlin, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt stammten, zogen am Samstag ein überaus positives Resümee. „Das Leistungsniveau war in diesem Jahr außerordentlich hoch“, sagte Matthias Deichstetter (Wettbewerbs- und Musikschulleiter) und verwies darauf, dass es noch nie so viele Preisträger gab. Vier Schülerinnen aus der Musikschule Steinheim bereiteten sich ein ganzes Jahr auf diesen Wettbewerb vor, zusammen mit ihrer Klavierlehrerin Ina Tashkalova.

Ina Dai spielte von C. Rollin “Concerto Romantique“, den dritten Satz. Mit dem technisch sehr schweren Stück, zeigte sie ein kontrastreiches und feuriges Spiel bei der Tarantella und bestach durch eine gelungene Technik. Als nächstes präsentierte sie Friedrich Händels „Sarabande“ mit gut durchziehender Melodie und gekonnt eingesetzter Steigerung. Bei dem Lied: „Spaziergang  unter der Sonne und dem Regen“ aus Litauen, von A. Pildmann variierte sie ausdrucksstark und ließ klanglich den Wechsel zwischen Sonne und Regen  erkennen. Mit A. Ribitzkis „Traum“, verwandelte sie den Blauen Saal des Schlosses in Sondershausen in eine Traumwelt. Nicht zufällig, erntete Ina Dai den größten Applaus in ihrer Altersgruppe. Sie bekam das Prädikat: „mit sehr gutem Erfolg“ und sicherte sich einen ersten Platz.

Helin Cheng brachte tänzerische Stimmung in den Saal mit ihrem ersten Stück von L. Friedrich „Tänzchen“. Mit C. Koechlins: „ La Maison heureuse“ zauberte sie eine glückliche, gemütliche Stimmung am Klavier. Ausdrucksstark folgte darauf W.Gillocks „Sarabande“, in der Helin Musik einer alten Epoche kontrastreich darstellte. Ein gelungener Abschluss mit C. Rollins „Concerto in C Dur“ sicherte ihr auch einen ersten Platz mit dem Prädikat „Sehr guter Erfolg“.

Anna Schuster trat ebenfalls im Fach Klavier an. Mit Friedrich Burgmüllers Etüde zeigte sie eine perfekte technische Vorbereitung, eine gute Dynamik und arbeitete die Kontraste der wilden Reiter gekonnt heraus. Dabei spürte man ihr osteuropäisches Temperament. Mit „Alenuska“, einem technisch ebenfalls sehr schweren Stück für ihre Alterskategorie, gelang es ihr den Charakter eines traurigen Mädchens darzustellen. Sie bestach durch eine gute Melodieführung und durch eine ausgezeichnete Akkordbegleitung. Das Klavierkonzert von A.Rowley bildete einen krönenden Abschluss mit gekonnt eingesetzter Phrasierung. Ihre Akkorde erinnerten an ein Orchesterspiel. Eine perfekte Durchführung von Ina Tashkalovas Anweisungen, auch in einer strengen Wettbewerbssituation, gelang ihr und sie erspielte sich einen verdienten zweiten Platz.

Teresa Schuster deckte mit ihrer Mandoline alle Epochen, von Barock bis Modern ab. Sie begann mit Antonio Vivaldis „Sonate in C-Dur“, dem 2. Satz. Darauf  folgte ein seltenes Stück, die „Sonate in C-Dur“ von Ludwig v. Beethoven. Hier zeigte sie eine gute Melodieführung, mit gekonnter Abwechslung von Dur zu Moll und einen expressiven tänzerischen Teil. Von Eleganz und Ernsthaftigkeit war die Sonatine geprägt. Mit einer spanischen Serenade “Mandoline“ von Francis Thome, versetzte sie die Zuhörer in die Welt des Flamencos und zeigte ein eindrucksvolles Zusammenspiel mit dem Klavier, sowie eine perfekte Mandolinentechnik mit einem ausgezeichnetem Tremolo. Von tiefer Traurigkeit bis zur euphorischen Freude, zeigte sie viele Facetten auf ihrem Instrument und erspielte sich einen zweiten Platz.

Alle Schülerinnen bedanken sich bei ihrer Klavierlehrerin Ina Tashkalova, die mit viel Geduld und Ernsthaftigkeit aber auch ihrem ganz eigenen Humor, ihre Schülerinnen auch dieses Jahr perfekt vorbereitete.

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